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April

Mein Tipp für den April: April im Herzen?

Ist es Ihnen auch schon einmal so ergangen: Die Sonne scheint - sie verlassen das Haus, draußen ist es echt warm. Doch nach einer halben Stunde ziehen Wolken auf, es wird kalt und finster, es fängt zu regnen, ja zu schneien an. Sie werden nass. Nach ein paar Minuten Kälte und Nässe kommt wieder die Sonne zum Vorschein und es ist als ob nie etwas gewesen wäre. Ist unser inneres Wetter so veränderlich wie das sprichwörtliche Aprilwetter? Schwanken unsere Stimmungen ebenfalls extrem und in kurzer Zeit? Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt... Von vielen fälschlich als anderer Name für "manisch-depressiv" bezeichnet - das ist wahrscheinlich ein wichtiger Teil unseres Wesens, dass wir reagieren können und dürfen. Aber wenn diese Stimmungsschwankungen zu heftig werden, kann es gefährlich werden. Wenn wir zu jähzornig sind, gewalttätig oder beleidigend, abwertend - untergriffig können unsere Beziehungen darunter leiden, unsere Mitmenschen seelisch oder körperlich verletzt werden. Uns selbst geht es dann ebenfalls sehr schlecht und die Konsequenzen unseres Handelns sind vielleicht so weitreichend, dass wir es lange bereuen werden. Das muss nicht so sein und es ist sehr wichtig, zu wissen, dass Menschen, die unter so starken Gemüts-Schwankungen leiden, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen können.

Ein weiterer Tipp für den April: Ostern - Auferstehung des Wortes?

Ostern, das christliche Fest der Auferstehung, wurde von den Kirchenvätern in den Frühling gelegt, die Zeit der Auferstehung der Natur. Was ist unser persönliches Ostern? Aus der Sicht des Psychiaters und Familientherapeuten: Es ist Zeit, wieder mehr miteinander zu sprechen. Gerade Partner, die schon viele Jahre zusammenleben, leiden - jeder für sich - an der Sprachlosigkeit. Morgens in die Arbeit, abends vor den Fernseher, dann ins Bett - dazwischen Kinderbetreuung. Sieht so Ihr Alltag aus? Wo bleibt die Wertschätzung, wo das ehrliche "Wie geht es Dir, wie war Dein Tag?" Gibt es in Ihrer Beziehung ein zärtliches "sich-um-den-anderen-sorgen"? Es ist Zeit für ein liebevolles und einfühlsames Gespräch miteinander!

Ein weiterer Tipp für den April: Leistungsdenken - und wo bin dann ich?

In unserer Gesellschaft zählt "Leistung" als einer der höchsten Werte. Für viele ist sie die einzige Möglichkeit zur Selbstdefinition. Immer wieder berichten Menschen, dass sie nur dann etwas wert seien, wenn sie auch dafür etwas leisten! Das erstreckt sich nicht nur auf den Beruf. Manche von uns können auch Beziehungen nur dann leben, wenn sie für alles, was sie bekommen auch etwas geben. Geben ist seliger denn nehmen. Das ist doch ganz normal - oder?

Doch was passiert, wenn niemand meine Leistung will? Was, wenn ich nicht mehr geben kann? Wenn ich nichts zu bieten habe? Bin ich dann nichts mehr wert? Darf ich 20-30 Minuten entspannen, oder ist Betriebsamkeit angesagt? Für viele ist bereits eine kleine Pause in ihrem Alltagsstress eine Bedrohung, es droht das Nichts - die Leere. Freizeit muss aktiv verbracht werden. Urlaub soll ein Programm haben. Wenn ich nichts tue - bin ich nichts. Die ganze Wellness-Sparte (z.B. Trainer für Entspannungstechniken) lebt davon.

Probieren Sie es, das selber zu machen! Genießen sie bewusst einmal die Zeit des "Nichtstuns". Leben Sie einige Tage allein, rufen Sie niemanden an, bieten Sie nichts an. Mal sehen was passiert...

Ein weiterer Tipp für den April: Psychotherapie ja - aber welche?

Oft werde ich von Patienten gefragt, welche Psychotherapie und welcher Therapeut, welche Therapeutin für sie sinnvoll sei. Diese Frage ist zwar nicht leicht zu beantworten, aber ich gebe gerne folgende Richtlinien:

1. Die Methode ist nicht das wichtigste Kriterium. Prinzipiell kann man ganz grob drei Schienen erkennen: Verhaltenstherapie wird eher kognitiv - also über den Verstand arbeiten. Analytische und systemische Verfahren arbeiten sehr viel mit Gefühlen und inneren Anteilen, also mit dem Unbewussten. Körpertherapie arbeitet mit dem Körper, da muss der sprachliche Zugang nicht so wichtig sein. Der Körper ist die "Bühne der Seele".

2. Suchen Sie eine Therapeutin/einen Therapeuten nach Ihrem Gefühl aus. Information kann man über das Internet, auf Empfehlung durch Bekannte oder einen Arzt bekommen. TherapeutInnen dürfen mit Ihnen niemals bekannt, befreundet oder gar verwandt sein!

3. Machen Sie ein Erstgespräch aus, Psychotherapie ist eine Dienstleistung. Wenn Ihnen die Therapeutin/der Therapeut nicht sympathisch ist, kann es sein, dass Sie sich nicht wirklich öffnen, fallen lassen können - dann hat die Therapie wenig Sinn.

Wichtig ist es, einmal zu beginnen! Therapie bedeutet Veränderung willkommen heißen!

Ein weiterer Tipp für den April: Schwindel und was hilft?

Bewegung ist� Leben, pflegte Großmutter zu sagen. Der Arzt kann sich dem nur anschließen. Gerade wenn Schwindel unser Problem ist, kommt es darauf an, Bewegung zu machen. In unserer Welt ist so wenig Platz für Bewegung. Schwindelzustände sind oft auch die Folge von Fehlhaltung und verspannter Muskulatur in der Nackenregion und der oberen Brustwirbelsäule. Die Stellungsmelder, die die Körperposition im Raum an das Integrationszentrum im Gehirn melden, sind überreizt und geben dann falsche Infos weiter.

Durch einfache Lockerungs- und Bewegungsübungen kann dem abgeholfen werden. Dabei kommt es nicht so sehr auf das ganz exakte Nachturnen an, sondern darauf diese Übungen oft und zwischendurch zu tun. Dann helfen sie�

(-> Schwindeltraining)

Ein weiterer Tipp für den April: Flüchten, verstecken und was das Gute am Bleiben ist�

Kennen Sie den Impuls: ein Streit mit der Partnerin - und Sie möchten flüchten? Weg, einfach weggehen nicht weiter sprechen, nicht weiter argumentieren müssen, das ist es was Sie wollen. Oder: ein schwieriger Tag im Büro, sie kommen nach Haus und ziehen sich mit einem Bier vor den Fernseher zurück, oder vor den Computer? Obwohl Ihre Frau gewartet hat, vielleicht etwas für das Abendessen vorbereitet hat. Aber es tut einfach so gut zu flüchten, sich nicht mehr auseinander setzen zu müssen, nicht berichten, was passiert ist, einfach abschalten - vergessen!

Ist das wirklich die einzige Methode mit Problemen umzugehen? Wenn ja, dann ist das sehr traurig. Es schadet Ihrer Beziehung, es schadet Ihrem sozialen Leben und letztendlich schadet es Ihnen selbst am meisten. Sie verlieren den Kontakt zur Partnerin, sie stecken fest! Denn ein Streit ist eine Chance eine Rückmeldung zu bekommen, etwas neu zu sehen, neu zu beginnen - sich bewegen. Wenn Sie über die Probleme sprechen, die Sie in der Arbeit haben, gibt das nicht nur Ihrer Partnerin Einblick in Ihre Welt und das Gefühl mithelfen zu können. Es gibt auch Verständnis und vielleicht neue Möglichkeiten eine festgefahrene Situation zu sehen!

Widerstehen Sie dem Fluchtimpuls, bleiben Sie in der Konfrontation, im Gespräch - es ist das Leben! Leben braucht Bewegung.