Fachärztliche Diagnostik

Hilfe in Krisen

Ganzheitliche Therapie

Schmerztherapie

Ärztliche Begleitung

Meine Monatstipps



Juli

Mein Tipp für den Juli: Summertime

Wie geht es Ihnen jetzt? Die Kinder sind auf Ferienlager, die Freunde haben Urlaub und sind schon weg. Sie aber arbeiten (noch). Kein Stammtisch, kein Kegeln... gerade die richtige Zeit um für sich allein zu sein? Die alten Hits... die Hitze der Stadt... die Filme im Fernsehen... aber alles schon etwas verstaubt, vielleicht auch etwas wehmütig: die Erinnerung an frühere Tage.

Und: Da gab es doch noch den (oder: die)... Haben sie schon einmal das Experiment gemacht: das Adressbuch aufgeschlagen und die Leute angerufen, mit denen Sie seit dem letzen Sommer keinen Kontakt mehr hatten? Und wenn ja, gab es jemanden, mit dem Sie einen Konflikt hatten, der noch nicht bereinigt wurde? Wissen Sie noch, was der Konflikt war? Können Sie sich erinnern? Ist es wirklich wert, einen Freund deshalb zu verlieren? Und mit wem ist die Freundschaft eingeschlafen, ohne Konflikt, einfach so - sang- und klanglos? Haben Sie so viele Freunde, damit Sie sich so verhalten können? Oder ist etwas anderes wichtiger, der Beruf zum Beispiel?

Jetzt ist es an der Zeit anzurufen, vielleicht erreichen Sie ihn oder sie - und vielleicht bricht die Sommerhitze das Eis.

There's a cure for the summertime blues!

Ein weiterer Tipp für den Juli: Urlaub - Zeit einmal ruhig durchzuatmen!

Viele Menschen, die in Partnerbeziehungen leben, klagen darüber, dass sie so wenig Zeit für einander haben. Aber wenn dann Sommer und Urlaub angesagt ist, dann können sie nicht zusammenfinden. Man hat sich nichts zu sagen - oder es beginnt die Zeit des Streitens und Nörgelns.

Was kann da helfen? Es gibt kein Patentrezept. Ein Paar, das im Arbeitsjahr sehr belastet war, ist mitunter von den eigenen Bedürfnissen weit entfernt. Wer hört schon in sich hinein, wenn es vornehmlich immer ums "funktionieren" geht? Wer achtet auf seine Gefühle und innersten Wünsche, wenn Schule und Alltag den Takt angeben? Im Urlaub ist das anders - da sollen wir plötzlich "tun was uns Freude macht". Aber wissen wir das? Was wollen wir wirklich? Was macht uns Spaß? Konflikte mit dem Partner im Urlaub entstehen, wenn eigene Bedürfnisse, Wünsche unausgegoren und fehlgeformt den Partner überfallen und seine Wunschwelt beeinträchtigen. Wenn nicht mehr ein äußerer Druck, sondern eigene Interessen den Ton angeben, kann es leicht zu Missverständnissen kommen. So manche Kritik, so manches Nörgeln ist in Wirklichkeit ein Wunsch, der seine äußere Form verloren hat.

Denken Sie beim nächsten Mal dran, wenn sie Schimpfen, Nörgeln. Atmen Sie zuerst ruhig durch und fragen Sie sich, was ist eigentlich mein Wunsch hinter dem Impuls, den ich jetzt spüre? Was will ich wirklich und wie kann ich es meinem Partner sagen, ohne dass es ihn verletzt?

Ein weiterer Tipp für den Juli: Alkohol und Depression - gehören Sie zusammen?

????

Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Ein altes Sprichwort, in Österreich leider nur zu wahr. Alkohol ist die am weitesten verbreitete Einstiegsdroge. Hunderttausende Alkoholkranke in Österreich und eine Selbstmordstatistik, die uns nachdenklich machen sollte, sprechen sprechen für sich. Österreich ist in beiden Bereichen Weltspitze! Traurig!

Um Bewegung und Veränderung zu starten, ist es nötig einige Grundsätze zu wissen: Alkoholismus ist eine Krankheit und nicht wie meist angenommen eine schlechte Angewohnheit. Genetisch ist eine "Liaison" zwischen Alkoholkrankheit und Depression nachweisbar. Der Depressive und der Angst- und Spannungsbetroffene trinkt um die Spannung und den Stress zu reduzieren und setzt damit Alkohol an die Stelle von anderen Strategien, mit diesem Problem umzugehen. Es entwickelt sich eine psychische Abhängigkeit und eine körperliche Sucht, diese entspricht der Morphiumsucht, wird ja auch z.T. durch Endorphine mitgetragen. Alkohol macht auf biologischer Basis depressiv, unkreativ, geistig starr und unflexibel. Das basiert auf einem biologischen Mechanismus und ist bereits bei kleineren Mengen (3/4 l Wein) nachweisbar.

Es lassen sich zahlreiche Beispiele dafür auflisten, wie Alkohol und Depression verknüpft sind.

Fragen Sie Ihren Arzt, Psychiater, Neurologen, welche Hilfe es gibt. (-> Alkoholkrankheit)

Ein weiterer Tipp für den Juli: Genieße den Augenblick!

Das oft zitierte "carpe diem" hat Aktualität wie nie!

Carpe Diem heißt: "nütze den Tag!" Damit ist nicht nur gemeint, unsere Zeit gut anzulegen wie das Geld auf der Bank, Zeit zu Geld machen, für die Zukunft schaffen. Nein, aus meiner Sicht ist damit auch gemeint: Genieße den Tag, den Augenblick. Wir wissen ja nicht, wie viele noch folgen werden.

Haben Sie schon einmal das Warten auf die Straßenbahn genossen? Haben Sie sich umgeschaut, die Häuser haben etwas Besonderes. Die Menschen, die Sie betrachten können interessant sein! Wenn Sie in sich hineinspüren, was fühlen Sie? Gibt es ein Gefühl vom Magen, vom Herz oder von den Muskeln. Alles Organe, die brav ihre Dienste für Sie verrichten. Riechen Sie! Gibt es Düfte, die Sie genießen können? Wo ist der nächste Bäcker? Hat jemand in Ihrer Nähe ein gutes Parfüm?

Jeden Tag ein paar Minuten genießen, in sich selber sein � das ist schon ein Stück Therapie!

Ein weiterer Tipp für den Juli: Keine Kraft zum Wandern!

Energielosigkeit � Erschöpfung und auch der Urlaub hilft nicht.

Immer mehr Menschen klagen über Energielosigkeit, nicht nur jetzt vor dem Urlaub. Eine Patientin drückte es so aus: Ich habe keine Kraft mehr zum Wandern. Was mir früher Spaß machte und Energie gab, ist jetzt eine unendliche Belastung für mich.

Sie ist nicht die Einzige. Müdigkeit und chronische Erschöpfung greifen um sich wie eine Seuche. Oft helfen weder Urlaub noch Entspannung, weder Wellnesshotel, noch Meeresstrand. Im Gegenteil: für viele ist das Wegfahren ein Stress, die Umstellung eine Belastung. Das nicht mehr Wandern-Können wird auch zum Symbol für das Festgefahren-Sein.

Genau das ist der Zeitpunkt, an dem es notwendig ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Unsere Energie ist nicht unbegrenzt. Gehen wir verantwortungsvoll damit um, dann müssen wir uns an dieser Stelle neu orientieren. Doch diese Veränderung braucht Raum, Zeit und Mut. Daher ist es sinnvoll sie mit kompetenter Begleitung zu machen.